Eckersmühlen – Die Jugendfeuerwehr Eckersmühlen führte am Samstag, den 23. Oktober, einen Berufsfeuerwehrtag in Form einer 12-Stunden-Übung durch. Die jungen Floriansjünger sollten einen Tag lang die Abläufe in einer Berufsfeuerwehrwache kennen lernen. Jugendwart Manuel Schuler hatte mit seinem Team ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt. Nach der feuerwehrarmen Zeit waren auch fast alle Jugendlichen am Start.

Der Samstag begann für alle früh um 7.00 Uhr mit einem gemeinsamen Frühstück. Zwölf Jugendliche im Alter von 12 bis 18 Jahren und das Helferteam um Jugendwart Manuel Schuler waren am Start. Nach der erfolgten Fahrzeugeinteilung wurden die Jungs und Mädels von den Gruppnführern Christian Lehmeyer und Hannes Kosmann auf die Fahrzeuge eingewiesen.

Um sicher durch den Tag zu kommen wurde die Mannschaft von Vorstand Steffen Schaefer in die Unfallverhütungsvorschriften, wie Verhalten im Einsatz und die Schutzkleidung eingewiesen. Damit jeder jeden kennt, wurden vom stellvertretenden Kommandant Thomas Wild die Struktur der aktive Wehr mit den zugehörigen Gesichtern vorgestellt. Kommandant Markus Toholt und sein Stellvertreter Thomas Wild ließen sich es auch nicht nehmen, die Jugendlichen als Einsatz- und Ausbildungsleiter den ganzen Tag zu begleiten.

Dann ging auch schon der erste Gong und die beiden Fahrzeuge wurden zu ihren ersten Einsätzen geschickt. Die Mannschaft des Florian Eckersmühlen 43/1 „rettete“ eine Katze von einem Baum und die Mannschaft von Floiran Eckersmühlen 48/1 „suchte“ eine verirrte Schlange in einem Garten.

Zurück im Feuerwehrhaus hatten die Jugendlichen nicht lange Zeit sich zu erholen. Schon ging der Gong wieder. Ein Unfall mit einem Gefahrgutanhänger rief uns auf Plan. Dabei wurde eine Person verletzt. Diese musste aus dem Gefahrenbereich gerettet werden und der Bereich um den Anhänger großräumig abgesperrt werden, um auf die Spezialisten zu warten.

Noch während des Einsatzes wurde Florian Eckersmühlen 48/1 zu einem Baum auf Fahrbahn gerufen, der zu beseitigen war. Auch für Florian Eckersmühlen 43/1 wurde es nicht langweilig. Ein Papierkorbbrand musste gelöscht werden.

Zurück im Feuerwehrhaus stand erstmal Mittagessen auf dem Plan. Im Anschluss wurden die Fahrzeugeinteilungen neu gemacht. Danach unterwies Funkwart Max Besold die Jugendlichen in der Handhabung der Funkgeräte sowie das korrekte Funken. Jugendwart Manuel Schuler hatte in der Zwischenzeit eine Parcours vorbereitet, wo die Jugendlichen in Zweierteams das Gelernte umsetzen konnten.

Aber schon wieder schrillte der Alarm. „Kleinbrand Freifläche“ stand auf dem Alarmfax. Zunächst rückte unser LF 10/6 aus. Aufgrund der Größe wurde aber schnell das LF 16 TS nachalarmiert. Mehrere Brandherde mussten von der kompletten Mannschaft gelöscht werden. Unter den Augen von Neu-Bundestagsabgeordneten Ralph Edelhäußer, der mit Stadtrat Hans-Peter Auer spontan den Berufsfeuerwehrtag besucht hatte, absolvierte die Jugendlichen auch diesen Einsatz mit Bravour.

Im Gerätehaus mussten jetzt zunächst noch die Fahrzeuge wieder aufgerüstet werden. Kaum war dies geschehen wurden die Floriansjünger zu einer Brandmeldeanlage gerufen. In der Anfahrt stellte sich der Alarm aber als Fehlalarm heraus. Beider Fahrzeuge konnten also wieder zurück ins Gerätehaus.

Nach dem Abendessen wurde ein Heuballenbrand gemeldet. Schnell mussten beide Fahrzeuge zum Brandherd. Unter Atemschutz löschten aktive Kameraden, die zur Unterstützung mit alarmiert wurden, den Brand ab. Dazu hatten die jungen Feuerwehrfrauen und – männer eine Wasserversorgung aufgebaut. Dieser größere Einsatz bildete den Abschluss für diesen Tag.

Die Jugendlichen rüsteten gemeinsam die Fahrzeuge wieder aus. Alle Teilnehmer waren glücklich und erschöpft nach diesem Tag. Nach einem Jahr ohne größere Veranstaltungen und Übungen stellten alle unter Beweis, dass sie ihr Handwerkszeug beherrschen. So waren Kommandant Markus Toholt sowie Jugendwart Manuel Schuler voll des Lobes über die gezeigte Leistung. Das letzte Wort eines Jugendlichen fassten den Tag zusammen: „Schee war‘s…“