Eckersmühlen – Die Freiwillige Feuerwehr Eckersmühlen hatte am Samstag, den 16.02.2019, ihre Jahreshauptversammlung. Neben den Berichten aus Verein, aktiver Wehr und Jugend wurde auch der Vorstand und die Kassenprüfer neu gewählt. Viele Ehrungen und Beförderungen bereicherten den Abend.

Um 19.30 Uhr am Samstagabend im Feuerwehrhaus in Eckersmühlen konnte Vorstand Werner Braun die Jahresversammlung eröffnen und insgesamt 53 Mitglieder begrüßen. Auch begrüßen konnte er den 2. Bürgermeister Hans Raithel – Bürgermeister Ralph Edelhäußer war kurzfristig verhindert – den Stadtrat aus Eckersmühlen, Peter Ulrich, den Kreisbrandinspektor Roland Ritthammer, den Kreisbrandmeister Werner Weigel sowie den federführenden Kommandanten der Feuerwehr Roth, Markus Dombrowsky. Ebenfalls begrüßen konnte er den Ehrenvorsitzenden der Feuerwehr Eckersmühlen, Gerd Mayer.

Nachdem die Beschlussfähigkeit festgestellt wurde und sowie eine Schweigeminute für die in 2018 verstorbenen Kameraden abgehalten wurde. Begann der Reigen der Berichte aus 2018. Gewohnt launig ging Vorstand Werner Braun, in seiner letzten Rede als Vorstand, auf die Geschehnisse in 2018 ein. Neben erfolgreichen Veranstaltungen wie dem Rosenmontagsball und dem Kreisjugendfeuerwehrtag, zeigte er aber auch auf, dass verschiedene Veranstaltungen besser besucht sein könnten und er sich dies für die Zukunft wünschte.

Erfreulich kurz viel der Bericht des neuen Kommandanten Markus Toholt aus. Der zwar, wie er selbst feststellte von den insgesamt 51 Einsätzen im Jahr 2018, nur fünf in der neuen Position verantwortete, aber schon in dieser kurzen Zeit ein sehr gut abgestimmtes Führungsteam im Rücken hat, mit dem ihm nicht bang vor der Zukunft ist.

Die Zahl der aktiven Mitglieder sank zwar etwas im Vergleich zum letzten Jahr. Aber mit 76 aktiven Mitglieder aus Eckersmühlen, Hofstetten und Haimpfarrich kann man zufrieden in die Zukunft sehen. Mit zwar inzwischen fünf Frauen in der aktiven Wehr, soll aber hier noch mehr Werbung gemacht werden, damit noch mehr weibliche Verstärkung gefunden wird.

Von der 51 Einsätzen waren ein Großteil technische Hilfeleistungen – neben fünf Bränden und 13 Sicherheitswachen, waren es insgesamt 33 Einsätze dieser Art, die die Wehr auf den Plan rief. Alle Einsätze wurden gewissenhaft und erfolgreich abgearbeitet. Und bis auf ihm selbst – er war bei einem Einsatz im Dezember umgeknickt und hatte sich dadurch am Fuß verletzte – kamen alle Kameraden wohl behalten und gesund wieder nach Hause.

Um dieses Einsätze abarbeite zu können, wurden von den Kameraden neben den über 30 Unterrichten und Übungen in den verschiedenen Bereichen der Stammwehr und der Löschgruppen, auch Ausbildungen im Landkreis und an den Feuerwehrschulen besucht. So wurden von den Kameraden die modulare Truppmann Ausbildung und die Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger in Roth mit Erfolg absolviert, die Maschinisten Ausbildung Teil 1 und 2 in Wendelstein sowie die Lehrgänge „Gruppenführer“, „Atemschutzgerätewart“ und „Leiter einer Feuerwehr“ an der Staatlichen Feuerwehrschule Würzburg.

Markus Toholt legte aber sein Augenmerk hauptsächlich auf die Zukunft. Er wolle wieder die Kameradschaft gemeinsam mit dem Verein stärken, so dass wieder das Miteinander im Vordergrund steht und der Verein wieder attraktiver für die Mitglieder wird. Ein Anfang war hier schon die Weihnachtsfeier im letzten Jahr und der gemeinsam ins Leben gerufene St.-Florians-Stammtisch für junge und alt gediente Mitglieder einmal im Monat.

Jugendwart Steffen Schaefer, der auch eine letzte Rede als Jugendwart hielt, blickte ebenfalls auf ein turbulentes Jahr zurück. Die Jugendfeuerwehr Eckersmühlen hat 13 Mitglieder, davon hat sind 6 Mädels und 7 Jungs zwischen 12 und 18 Jahren.

Neben 22 Übungen und Unterrichten, wurden zahlreiche Aktionen und Events veranstaltet. So waren die Jugendlichen in Stockheim im KJR-Haus und haben sich mit Cybermobbing beschäftigt und im Herbst stand ein Ausflug ins Technikmuseum nach Sinsheim mit der Jugendfeuerwehr Roth und Birkach auf dem Programm. Die Jugendlichen legten die Prüfung zur Jugendflamme in der Stufe 1, den CTIF in Silber und Gold, die höchste internationale Auszeichnung, sowie den Wissenstest in allen Stufen (1 bis 4) mit großem Erfolg ab.

Der Kreisjugendfeuerwehrtag in Eckersmühlen war natürlich das größte Ereignis – nicht nur für die Jugendlichen, sondern auch für die aktive Wehr als Ausrichter. Dieser konnte aber trotz des schlechten Wetters als Erfolg verbucht werden.

Die aktive Wehr und die Jugendlichen sammelten im Rahmen von Weihnachtsmarkt und Weihnachtsfeier für die Sternstunden des Bayerischen Rundfunks 300 Euro. Bei der Übergabe der Spende am Sternstundenstand auf dem Christkindlesmarkt in Nürnberg kamen die Jugendlichen mit ihrem Betreuer sogar ins Fernsehen.

Steffen Schaefer berichtet weiterhin von einem Austauschprogramm mit einer Jugendfeuerwehr aus Schottland. Dieses Programm wurde mittels zwei Treffen in Schottland und in Berlin mit den „Dumbarton Young Firefighters“ aus Glasgow aus der Taufe gehoben. Für 2019 sind zwei Treffen geplant, so kommen die Kameraden aus Schottland voraussichtlich zum Kreisjugendfeuerwehrtag im Juli nach Hilpoltstein und die Jugendfeuerwehr Eckersmühlen besucht die Gruppe in Glasgow in den Herbstferien.

Nach dem Bericht des Kassierers und der anschließenden Entlastung des Vorstandes durch die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Eckersmühlen richten die Ehrengäste aus Politik und der Kreisführung das Wort an die Versammlung.

Hans Raithel, der 2. Bürgermeister, bescheinigte von Seiten der Stadt der Freiwillige Feuerwehr Eckersmühlen ein hohes Maß an Professionalität und Engagement. Ob im Einsatz oder der Beteiligung an diversen Festen, nicht zu letzte dem ausgerichteten Kreisjugendfeuerwehrtag als Aushängeschild der Stadt Roth, nötigte Hans Raithel Respekt ab. Lobend erwähnte auch die Jugendarbeit und die Einbindung von immer mehr weiblichen Einsatzkräften. Ganz besonders gefiel dem Vertreter der Stadt, dass Eckersmühlen als einzige Feuerwehr eine Hornistengruppe hat – das ist ein Alleinstellungsmerkmal, dass es zu erhalten gilt.

Kreisbrandinspektor Roland Ritthammer blies ins gleiche Horn und lobte das hohe Engagement der Kameraden – trotz aller Widrigkeiten in 2018. Sei es der Kreisjugendfeuerwehrtag oder die Einsätze oder die Übungen – überall waren die Kameraden mit Eifer dabei. Auch er lobte die Jugendarbeit der Wehr und mit Blick auf den Generationenwechsel bei der Jugendleitung, da Steffen Schaefer in 2019 sein Amt an Manuel Schuler übergibt, schrieb er dem scheidenden Jugendwart eine hervorragende Arbeit ins Stammbuch mit der Aufgabe sich weiterhin hier mit einzubringen.

Kreisbrandmeister Werner Weigel unterstrich die Worte seiner Vorredner und wünschte sich, dass alle Kameraden immer gesund und munter von den Einsätzen und Übungen nach Hause kommen.

Der Kommandant der Rother Wehr, Markus Dombrowsky, ging auf den Wunsch einer Schlüsselanlage für die Wehr in Eckersmühlen und versprach, dass sobald es der Haushalt zu lasse, hier eine entsprechende Lösung kommt. Darüber hinaus lobte auch er die hohe Einsatzbereitschaft der Wehr, denn „… wenn die Sirene geht, weiß ich das innerhalb kürzester Zeit mindestens ein vollbesetztes Auto bereitsteht, egal ob es um eine Ölspur, um einen Brand oder zur Unterstützung nach Roth geht…“.

Nach den Grußworten standen die Ehrungen, Ernennungen und Beförderungen auf dem Programm.

Staatlich für aktiven Dienst wurden geehrt:

  • 25 Jahre – Roland Fortner
  • 40 Jahre – Roland Bachinger

Für Mitgliedschaft im Verein wurden geehrt:

  • 25 Jahre – Roland Fortner
  • 40 Jahre – Roland Bachinger
  • 40 Jahre – Dieter Seitz
  • 40 Jahre – Helmut Dösel
  • 40 Jahre – Gerd Mayer
  • 40 Jahre – Horst Bergmann
  • 55 Jahre – Franz Noderer
  • 55 Jahre – Hans Muskat

 

Besondere Ehrungen erhielten:

  • 15 Jahre – Zeugwart – Siegfried Stapfer
  • 27 Jahre – Atemschutzgerätewart – Wolfgang Traumüller
  • 33 Jahre – Gerätewart – Werner Ziegler

 

Befördert wurden:

  • Christian Lehmeyer – Oberlöschmeister
  • Michael Hofmanns – Oberlöschmeister
  • Steffen Schaefer – Oberlöschmeister
  • Walter Schüssel – Hauptlöschmeister

Dienstverpflichtet wurde:

  • Felix Besold – Atemschutzgerätewart

 

Nach einer kurzen Fotopause standen die Neuwahlen des Vorstandes an. Aufgrund der Neuwahlen der Kommandanten im September 2018 hatte sich der Vorstand dazu entschlossen, ebenfalls seine Ämter zur Verfügung zu stellen, damit die Länge der Legislaturperioden von sechs Jahren wieder annähernd gleich sind. Werner Braun, der bisherige Vorsitzende, trat aus Altersgründen („Des solln jetzt die Jungen machen!“) nicht wieder an. Auch die Kassenprüfer mussten neu bestimmt werden.

Unter der Wahlleitung von Hans Raithel wurden jeweils mit drei Enthaltungen und 50 Ja-Stimmen, Steffen Schaefer zum Vorsitzenden gewählt und Doreen Toholt zur stellvertretenden Vorsitzenden wiedergewählt. Mit 2 Enthaltungen und 51 Ja-Stimmen wurde Kassierer Michael Isemann wieder in sein bisheriges Amt gewählt. Und mit einer Enthaltung und 52 Ja-Stimmen wurde zum neuen Schriftführer Max Besold gewählt.

Als Kassenprüfer wurden für zwei Jahre Rudi Brunner und Sean Toholt gewählt.

Nachdem Hans Raithel die Versammlung an den neu gewählten Vorsitzenden Steffen Schaefer übergeben hatten, bedankte dieser sich zunächst bei seinem Vorgänger im Amt mit einem Fresskorb. Danach stellte er die neue Partnerschaft mit der Feuerwehr Groß Escherde in Niedersachen vor.

Groß Escherde ist ein Ortsteil der Gemeinde Nordstemmen südlich von Hannover. Die dortige Wehr suchte eine Partnerwehr in Bayern über die sozialen Medien und Eckersmühlen war am Schnellste. Nach einigen Gesprächen ergaben sich viele Gemeinsamkeiten und man wurde sich schnell einig daraus eine Partnerschaft aufzubauen. In einem, von Steffen Schaefer verlesenem, Grußwort des Ortsbrandmeisters der Feuerwehr Groß Escherde hat dieser die Feuerwehr Eckersmühlen zu ihrem Feuerwehrfest im August eingeladen, um sich dort persönlich kennen zu lernen. Steffen Schaefer sieht hier eine Chance über den eigenen Tellerrand hinaus zu blicken.

Zum Abschluss wurde im Rahmen von Wünschen und Anträgen noch der Umbau des Besprechungszimmers zum St.-Florian-Stüberl vorgestellt. Hier sollen sich Jung und Alt zusammensetzen können und die Kameradschaft pflegen. Darüber hinaus ist im Herbst 2019 noch ein Vereinsausflug geplant der ebenfalls vorgestellt wurde.

Am Ende bedankte sich der neu gewählte Vorsitzende nochmals für das Vertrauen und konnte dann den gemütlichen Teil des Abends einläuten – der noch bis weit nach Mitternacht andauerte.