Internationaler Jugendaustausch mit Schottland wird auf den Weg gebracht

Eckersmühlen/Edinburgh –  Die Jugendfeuerwehr Eckersmühlen nimmt gemeinsam mit anderen Jugendgruppen aus Bayern und Nordrhein-Westfalen am Aufbau eines Jugendaustauschprogrammes zwischen Deutschland und Schottland teil. An diesem Wochenende ging es für drei Jugendlichen aus Eckersmühlen und dem Jugendwart als Vertreter der Jugendfeuerwehr Bayern nach Schottland um hier gemeinsam mit schottischen Jugendgruppen, nicht nur Jugendfeuerwehrlern, gemeinsame Aktionen zu machen und sich kennenzulernen. Im Dezember soll dann in Berlin der Gegenbesuch stattfinden.


Vor knapp vier Wochen fragte die Jugendfeuerwehr Bayern, welche Jugendfeuerwehr am Aufbau eines Austauschprogrammes zwischen Schottland und Deutschland teilnehmen möchte. Spontan bewarb sich die Jugendfeuerwehr Eckersmühlen und erhielt auch den Zuschlag.

Die UK-German Connection, eine Organisation die Deutsch-Britische Schul- und Jugendbegegnungen organisiert, finanziert gleichermaßen vom britischen und vom deutschen Staat, plant den Aufbau eines bilateralen Jugendaustausches zwischen schottischen und deutschen Jugendgruppen. Gemeinsam mit dem Deutschen und dem  Bayerischen Jugendring sollen sich an zwei gemeinsamen Wochenenden verschiedenste schottische und deutschen Jugendgruppen aller Coleur treffen, um sich nähere Kennenzulernen, gemeinsame Aktionen durchzuführen und die Möglichkeit einer längerfristigen Partnerschaft auszuloten. Zunächst sollte es nach Schottland gehen und im Dezember nach Berlin.

Unter den Jugendgruppen aus Schottland, die sich zu dem Programm angemeldet hatten, waren unter anderen auch eine Jugendfeuerwehrgruppe, die Dumbarton Young Firefighters, aus der Nähe von Glasgow. Also machten sich am Freitag, den 19.10.2018, neben Jugendgruppen des Deutschen Alpenvereins (DAV), des Verbands Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP), des Jugendwerks, der Spiel- und Jugendbegegnungszentrums München sowie des Infophones München, auch die Jugendfeuerwehr Eckersmühlen, vertreten durch zwei Jungs und einem Mädel sowie dem Jugendwart auf den Weg nach Edinburgh, um dort ein Wochenende mit den Jugendlichen aus Schottland zu verbringen.

Freitag trafen die Gruppen in Ihrer Unterkunft im Broomlee Centre, West Linton, ein. Nachdem die Zimmer bezogen waren, stand Abendessen und ein erstes Kennenlernen auf dem Programm. Am Samstag Morgen wurden die Teilnehmer in verschiedene Gruppen unterteilt, um sich besser Kennenzulernen und verschiedene Aktionen durchzuführen. So stand den ganzen Tag für die Jugendlichen Crate Climb (Bierkastenklettern), Pole Climb (Baumstammklettern), Night Line (Blinde Kette), Tree Climb (Baumwipfelklettern) und Radio Rescue (Schnitzeljagd mit Funkgerät) auf dem Programm. Jede Gruppe hatte so neben der Sprachbarriere, die es zu überwinden galt, noch eine Aufgaben gemeinsam zu bewältigen.

Nach dem Mittagessen wurde es für die jeweiligen Jugendbetreuer ernst. In einem gemeinsamen Workshop stellten sich die Gruppen gegenseitig vor und erarbeitet Gemeinsamkeiten heraus und wo man zusammenarbeiten könnte. Aber nicht nur die Jugendleiter waren gefragt im Anschluss wurden auch die Jugendlichen mit in den Workshop eingeladen und gemeinsam wurden die Erwartungen und Ziele an solch einen Jugendaustausch herausgearbeitet. Neben den Ziel neue Leute, neue Kulturen, ein neues Land und neue Sprache kennen zu lernen stand auch ganz profane Wünsche, wie Wifi (in Brownlee gabs keines) und einem Kinoabend auf den Filpchartseiten zu lesen.

Die Zeit verging wie im Fluge und schon war es Samstag Abend, nach dem Abendessen wurde den Teilnehmer noch aufgezeigt welche Möglichkeit und Hilfestellungen ihnen von UK-German-Connections geboten wird und wie deren Unterstützung konkret beim Aufbau einer Partnerschaft aussieht.

Dann stand Party auf dem Programm. Im Rahmen eines Karaoke-Abend wurde schnell klar – feiern können die schottischen und deutschen Jugendlichen gemeinsam – und das ganz ohne Alkohol. Spätestens jetzt fielen die letzten Zweifel oder Hemmungen aufeinander zu zugehen und es wurde gemeinsam gelacht, gesungen und getanzt.

Der Sonntag stand dann ganz im Zeichen von Edinburgh. Nach dem Packen und dem Zusammenfinden der Gruppen gleicher Interesse, die Jugendfeuerwehrler beider Nationen fanden schnell eine gemeinsame Sprache und die war rot mit Blaulichtern dran, stand das erkunden Edinburghs auf dem Programm. Die Gruppen besuchten die Burg von Edinburgh, die bestaunten die dortigen Kronjuwelen und flanierten auf der Royal Mile. Hier probierte sie so manche schottische Spezialität – auch der „Haggis“, ein schottisches Nationalgericht, wurde nicht verschmäht.

Schnell war der Tag um und es ging wieder zurück in die Heimat nach Deutschland. Alle freuen sich jetzt schon auf Berlin und darauf, dass aus diesem Zusammentreffen viele langlebige und interessante Partnerschaften entstehen.