Eckersmühlen – Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Eckersmühlen trafen sich am Samstag zu ihrer Jahreshauptversammlung im Gasthaus Gugel. Vorstand Werner Braun und Kommandant Philipp Erlbacher konnten neben den Kameraden zahlreiche Ehrengäste begrüßen. In kurzweiligen und ausführlichen Vorträgen wurde auf das Jahr 2016 zurückgeblickt. Die Versammlung konnte dem Vorstand für die Vereinsführung für das Jahr 2016 die Entlastung erteilen.

Weniger Kameraden wie im letzten Jahr fanden den Weg ins Gründungslokal der Freiwilligen Feuerwehr Eckersmühlen, ins Gasthaus Gugel. Die Beschlussfähigkeit wurde aber dennoch erreicht, so dass um 19.30 Uhr Vorstand Werner Braun die Veranstaltung pünktlich beginnen konnte. Er konnte neben dem Ehrenvorstand Gerd Meyer und dem Ehrenkommandant Jakob Kuffner den Landrat Herber Eckstein, den Bürgermeister Ralph Edelhäußer, den Kreisbrandrat Werner Löchl, den Kreisbrandinspektor Roland Ritthammer, den Kreisbrandmeister Werner Weigel, den neuen federführenden Kommandanten Markus Dombrowsky und den stellvertretenden Leiter der Integrierten Leitstelle Mittelfranken-Süd Stefan Streher begrüßen. Natürlich waren auch die Eckersmühlener Stadträte Sonja Möller, Peter Ulrich und Hans-Peter Auer zugegen und wurden extra begrüßt.

Nachdem Werner Braun den in 2016 verstorbenen Kameraden Hans Bahr, Werner Glora, Dieter Optenberg und Willi Gerner gedacht hatte, berichtete er in einer kurzweiligen und lustigen Rede über die Ereignisse im letzten Jahr. Nach den statistischen Zahlen, die 217 Mitglieder dokumentierten und außer den Verstorbenen keine weitere Abgänge zu verzeichnen hatte, aber 11 Zugänge durch Neueintritte, hob er hier den Rosenmontagsball 2016 heraus, der unter der Leitung von Oberlöschmeister Walter Schüssel ein voller Erfolg wurde. Auch die Kirchweih gemeinsam mit der Kerwa-Gesellschaft konnte als Erfolg verbucht werden.  Die Beteiligung am Wandertag wurde von Werner Braun bemängelt, da hier nur sehr wenige Kameradinnen und Kameraden vertreten waren. Ausführlich ging Werner Braun auf den sehr erfolgreichen Tag der offenen Tür ein. Hier waren sowohl die Sau am Spieß , die Bratwürste und auch der Kuchen schnell ausverkauft, dank der zahlreichen Gäste, die an diesem Tag die Feuerwehr besuchten.

Als Ausblick auf 2017 wies Werner Braun dann auch auf die beiden Feuerwehrfeste in Röttenbach und in Abenberg hin, auch forderte er eine stärkere Beteiligung am Wandertag am 1. Mai ein, der auch wieder mit dem Obst- und Gartenbauverein stattfinden soll.

Im Anschluss hörten die Kameraden das Grußwort von Landrat Herbert Eckstein. Der Landrat hob in seinem Grußwort die Wichtigkeit des Ehrenamtes gerade bei der Feuerwehr heraus. Die Bereitschaft der Menschen zur aktiven Mitarbeit bei der Feuerwehr wird immer geringer. Auch das „Dabeibleiben“ und die Disziplin des Entschuldigens bei Nichterscheinen ist eine Kunst, die nicht mehr viele Menschen beherrschen. Mit viel Werbung und Öffentlichkeitsarbeit, aber auch durch hohen Attraktivität in den Angeboten die gemacht werden, können Mitglieder gefunden und gebunden werden. Auch ein Mehr an Miteinander und Kameradschaft kann zu einer solchen Bindung beitragen. Er lobte hier das Engagement der Eckersmühlener Wehr in der Jugend, der aktiven Wehr und in der Öffentlichkeitsarbeit, hier könnten sich andere Wehren eine Scheibe abschneiden.

Danach standen die staatlichen und vereinsinternen Ehrungen auf dem Plan. Für jeweils 40 Jahre aktive Mitgliedschaft bei der Feuerwehr und Zugehörigkeit zum Verein wurden von Landrat Herbert Eckstein, Bürgermeister Ralph Edelhäußer sowie Kommandant Philipp Erlbacher und Vorstand Werner Braun die Kameraden Peter Kuffner, Siegfried Stapfer und Helmut Muskat geehrt. Rudi Brunner wurde für 25 Jahre aktiven Dienst und Zugehörigkeit geehrt. Für 40 Jahre Vereinszugehörigkeit konnte auch Manfred Dirsch eine Urkunde entgegen nehmen. Die anwesende Kreisführung um Kreisbrandrat Werner Löchl sowie der federführende Kommandant aus Roth, Markus Dombrowsky, ließen es sich nicht nehmen auch zu gratulieren.

Die anderen zu Ehrenden waren allesamt entschuldigt für diesen Abend, sollen aber hier nicht unerwähnt bleiben. Für 25 Jahre Zugehörigkeit zur Feuerwehr lag für Ferdinand Lehnert eine Urkunde bereit. Die Urkunde für 40 Jahre wird Emil Baier, Klaus Decker, Friedrich Gugel und Eduard Stich nachgereicht. Für ein halbes Jahrhundert Vereinszugehörigkeit wird die zugedachte Ehrung Otto Lahm und Werner Schwarz in den nächsten Tagen überreicht. Helmut Koch erhält seine staatliche Ehrung für 40 Jahre aktiven Feuerwehrdienst sowie die Vereinswürdigung im Rahmen seiner Verabschiedung als Ortslöschmeister von Haimpfarrich am 15. April 2017.

Nachdem der Schriftführer die Niederschrift des Protokolls vom letzten Jahr vorgetragen hatte, trug Kommandant Philipp Erlbacher seinen Bericht zum vergangenen Jahr vor. Insgesamt zählt die Eckersmühlener Wehr 46 Einsätze. Es waren 21 Technische Hilfeleistungen, 14 sonstige technische Hilfeleistungen, 8 Brände, 2 Sicherheitswachen und 1 Fehlalarm. Es wurden neun Übungen und fünf Unterrichte in Eckersmühlen, jeweils 6 Übungen in den Löschgruppen in Hofstetten und Haimpfarrich sowie 6 Jahresübungen für Atemschutzgeräteträger und 2 Übungen für die Maschinisten durchgeführt. Daneben waren noch 6 Arbeits- und Gerätehausdienste abzuleisten. 82 aktive Kameradinnen und Kameraden versahen mit eine Durchschnittsalter von 40 Jahren ihren Dienst und leisteten in Einsätzen 822 Stunden. Dies ist eine Steigerung von knapp 8 Prozent zum Vorjahr.

Nun hob Kommandant Philipp Erlbacher besondere Einsätze heraus. Dies war zum einen, ein freiwillige Sicherheitswache bei einem Videodreh. Zum anderen war im Dezember 2016 der Wohnhausbrand ein größeres Schadensereignis bei dem mehrere Feuerwehren beteiligt waren. Hier lobte Philipp Erlbacher vor allem die gute Zusammenarbeit der einzelnen Wehren und stellte die frühzeitige Einteilung der Einsatzstelle in Abschnitte heraus. Aber auch unwetterbedingte Wassereinbrüche in Keller und ein Blitzeinschlag in ein Wohngebäude fand Erwähnung. Auch lobte er den Fleiß und die Bereitschaft der Kameraden sich in Unterrichten sowohl örtlich als auch überörtlich fortzubilden und weitere Qualifikationen zu erlangen.

Er lobte die Zusammenarbeit mit der neuen und alten Führung der Wehr in Roth sowie der Kreisführung. Er dankte der Stadt Roth, namentlich Bürgermeister Edelhäußer sowie der Verwaltung, für die Unterstützung, versäumte es aber nicht die Ersatzbeschaffung des in die Jahre gekommen LF 16-TS anzumahnen. Das mittlerweile 35 Jahre alte Fahrzeug läuft zwar noch hervorragend, es ist aber abzusehen, dass dies nicht für immer gewährleistet werden kann.

Nach diesem sehr ausführlichen Bericht trat der Jugendwart an das Rednerpult. Mit 13 Jugendlichen, einer Steigerung um 5 Jungs und Mädels, ist die Jugendfeuerwehr Eckersmühlen gut aufgestellt. Durch die Einnahmen aus der Tombola im letzten Jahr, beim Tag der offenen Tür, ist auch in der Kasse genug, um spannenden Aktionen für die Jugendlichen durchführen zu können.

Spannende Aktionen war auch das Stichwort als Jugendwart Steffen Schaefer auf das Jahr 2016, das Jahr im Zeichen des Drachen, zurück blickte. Neben den alljährlich stattfindenden Veranstaltungen, wie dem Faschingszug, der Teilnahme an der Kirchweih, dem Wissenstest sowie dem Kreisjugendfeuerwehrtag, der 2016 in Greding stattfand und mit einem hervorragenden 15. Platz abgeschlossen wurde, hob Steffen Schaefer noch Highlights, wie die „Grisu hilft“-Aktion, bei der fast 2000 Euro für wohltätige Zwecke und die Anschaffung von Trösterdrachen gesammelt wurden, hervor. Das Bestehen der Bayerischen Jugendleistungsprüfung gemeinsam mit der Jugendwehr aus Birkach fand ebenso Erwähnung, wie der aufregende Berufsfeuerwehrtag im Herbst, bei der neben anderen Einsätze die Landung eines echten Polizeihubschraubers zu den Höhenpunkten zählte. Steffen Schaefer berichtete auch von einem Ausflug ins Palm Beach und nach Frankfurt, wo die Jugendlichen neben einem Besuch der Berufsfeuerwehr auf Goethes Spuren wandelten.

Auch Steffen Schaefer dankte der Rother Wehr für die Unterstützung, vor allem im logistischen Bereich (das MTW aus Roth war oft in Eckersmühlen bzw. mit Eckersmühlen unterwegs). Daneben bedankte sich der Jugendwart der Eckersmühlener noch bei den aktiven Kameraden für die Unterstützung und vor allem bei seiner Jugend fürs tolle Mitmachen.

Der Kassierer Michael Isemann rundete den Berichtsreigen ab und stellte die durchweg positive finanzielle Situation des Vereins dar. Die Kassenprüfer Holger Seitz und Christian Lehmeyer konnten so dem Kassenwart und damit auch dem Vorstand ein tadellose Vereinsführung attestieren und so stand der Entlastung des gesamten Vorstands, die einstimmig erfolgte, nichts mehr im Wege.

Bürgermeister Edelhäußer, weil er schon mal da war, ging in seinem Grußwort nun auf die vorher gehörten Berichte ein. Er lobte die hervorragende Arbeit in Eckersmühlen und hob hier die Jugendarbeit besonders heraus. Gemeinsam mit der Jugendfeuerwehr in Birkach zählt die Eckersmühlener Jugendwehr, nach seinen Worten, zu den Vorreitern im Stadtgebiet. Für ihn wäre hier ein Zusammenarbeit zwischen den Jugendfeuerwehren in Roth mit einem „voneinander lernen“ ein hervorragender Weg. Zum Thema „Ersatzbeschaffung“ verwies er auf den ausstehenden Bedarfsplan, der wohl Ende des Jahres zu erwarten ist und eine vorherige Zu- oder Absage eher unseriös ist.

Nach der Politik ergriff die Kreisführung in Gestalt von Kreisbrandinspektor Roland Ritthammer das Wort. Auch er war voll des Lobes über die geleistete Arbeit der Feuerwehr Eckersmühlen, hob aber auch mahnend den Zeigefinger, dass bei allem Engagement das rechte Augenmaß nicht auf der Strecke bleiben soll. „Es wird hier immer noch Ehrenamt betrieben“, so Roland Ritthammer, „und die Familien oder die Arbeit dürfen nicht auf der Strecke bleiben“. Bezugnehmend auf den Wunsch eines neuen Fahrzeuges verwies auch er auf die Bedarfsplanung. Der Vergleich mit anderen Gemeinden im Landkreis ähnlicher Größe kann so nicht gezogen werden, da dort oft ein anderes Gefahrenpotential als in Eckersmühlen herrscht, das zwar der größte Ortsteil von Roth ist, aber mit fünf Kilometer Entfernung eine Stützpunktwehr in unmittelbarer Nachbarschaft hat. Roland Ritthammer legt hier mehr Wert auf ein Miteinander und nicht ein Gegeneinander. Auch hier hob er wieder die Jugend heraus, die gemeinsam mit den Jugendfeuerwehren in Birkach und Roth dies jedes Jahr unter Beweis stellten.

In das gleiche Horn stieß der ehemalige federführende Kommandant und jetzt „nur noch“ Kreisbrandmeister Werner Weigel. Er bedankte sich zunächst für das überreichte Geschenk für die Dienstzeit als Rother Kommandant. Danach hob auch er die Zusammenarbeit zwischen den Wehren hervor und das er als Kreisbrandmeister sowieso seine Operationsbasis in Eckersmühlen hätte.

Markus Dombrowsky, der neue federführende Kommandant aus Roth, nutzte auch die Gelegenheit sich vorzustellen. Das letzte Mal, so seine Worte, als vor den versammelten Kameraden in Eckersmühlen stand und redete, trug er den Bericht des Jugendwartes vor. Seine Eckersmühlener Wurzeln nicht verleugnend warb auch er für eine zukünftig gute Zusammenarbeit, was sich jetzt schon zeigte, da Eckersmühlener Atemschutzgeräteträger jetzt die CSA-Ausbildung machen. Er wäre froh, wenn er wüsste, dass er hier in Eckersmühlen immer eine kompetente Reserve hätte, die im Ernstfall eingreifen könnte.

Zuletzt trat Stefan Streher, der stellvertretende Leiter der ILS in Schwabach, an das Rednerpult. Er war froh über die Möglichkeit, mal die Gesichter zu den Stimmen am Funk zu sehen. Ihn beeindruckte die Vielzahl an Aktivitäten, die neben den Einsätzen, noch so ablaufen. Für die Mitarbeiter in der Leitstelle ist es ganz wichtig, dass das Vertrauensverhältnis, das unabdingbar ist zwischen Leitstelle und den Einsatzkräften vor Ort durch solche Einladungen untermauert werde.

Zum Abschluss wurden noch die Kassenprüfer für die nächsten zwei Jahre gewählt. Christian Lehmeyer erklärte sich nochmals bereit dieses Amt zu übernehmen. Ihm zur Seite steht für die nächsten 24 Monate Rudi Brunner der, als ehemaliger Kassierer, eine große Erfahrung mitbringt.

Unter Wünsche und Anträge wurde nochmals gefordert, dass in Zukunft mehr Jüngere und Junggebliebene beim alljährlichen Kerwaliedersingen teilnehmen. Hier muss noch mehr Werbung betrieben werden.

Danach schloss Vorstand Werner Braun den offiziellen Teil der Veranstaltung und man ging zum gemütlichen Teil über. Nächstes Jahr wünscht sich der gesamte Vorstand mehr Kameraden die teilnehmen und damit ihre Verbundenheit zur Wehr zeigen. Dies gilt aber für alle Veranstaltungen die von der Freiwilligen Feuerwehr Eckersmühlen angeboten werden.