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In einer neuen Reihe von kleinen Beiträgen möchten wir erklären, wie die Feuerwehren in Bayern funktionieren. Wir möchten Begriffe und Abläufe der Feuerwehr definieren, die auch so in den anderen Beiträgen vorkommen. In loser Abfolge sollen aus diesen Beträgen dann ein kleiner Glossar entstehen, der Ihnen das Wesen der Feuerwehr näher bringt.

Die Feuerwehren in Bayern

In Bayern kümmern sich mehr als 320.000 ehrenamtliche Feuerwehrleute bei rund 7.700 Freiwilligen Feuerwehren in Städten und Gemeinden um den Brandschutz. Sieben Berufsfeuerwehren und 230 Werks- und Betriebsfeuerwehren sind ebenfalls im Auftrag gegen das Feuer unterwegs. Hervorzuheben ist: Die Zahl der Frauen bei der Feuerwehr ist bereits auf 25.000 angestiegen.

Aufgaben und Feuerwehrleute

Zu den Aufgaben der Feuerwehren zählt nicht nur der abwehrende Brandschutz, sondern auch die technische Hilfeleistung, wie beispielsweise bei Autounfällen, Unfällen mit Gefahrstoffen und Hochwasser, die inzwischen den weit überwiegenden Teil der Feuerwehreinsätze darstellen.

2230In den Freiwilligen Feuerwehren leisten Gemeindebewohner, aber auch Personen, die in einer Gemeinde einer regelmäßigen Beschäftigung oder Ausbildung nachgehen, zwischen dem vollendeten 18. und dem vollendeten 63. Lebensjahr in der Regel ehrenamtlich Feuerwehrdienst. Jugendliche können sich ab dem vollendeten zwölften Lebensjahr als Feuerwehranwärter einbringen.Über die Aufnahme neuer Feuerwehrleute sowie Jugendlicher entscheidet in jedem Einzelfall der Kommandant der örtlichen Feuerwehr. Dieser prüft dabei auch die körperliche und geistige Eignung der Bewerber.

Konkrete Informationen über die Feuerwehr am jeweiligen Wohnort und die Möglichkeiten für eine aktive Teilnahme am Feuerwehrdienst kann man bei der zuständigen Gemeinde erhalten, die auch für die Aus- und Fortbildung zuständig sind.

Ausstattung

Damit die Feuerwehren ihre Aufgaben erfüllen können, benötigen sie eine gute technische Ausstattung, die von der persönlichen Schutzausrüstung über Feuerwehrfahrzeugen bis hin zu Feuerwehrgerätehäusern reicht. Der Freistaat Bayern unterstützt die Kommunen dabei mit einer staatlichen Förderung.

Auch die Informations- und Kommunikationstechnik muss einwandfrei funktionieren. Allein bei den Feuerwehren Bayerns gibt es über 160.000 Funkgeräte und -anlagen. Bei einem Bestand von über 100.000 analogen Meldeempfängern und über 10.000 Sirenensteuergeräten wird praktisch jeder Feuerwehralarm – sei es ein Brand oder ein Unfall – über Funk ausgelöst.

(Quelle: Bayerische Staatsministerium des Inneren, für Bau und Verkehr, Webauftritt Stand 11.08.2015, https://www.stmi.bayern.de)